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Liebe
Gäste,
unter unserer Rubrik " Rezepte "
möchten wir
Ihnen auch Speisen vorstellen, die Sie als
Hobbykoch-/ Köchin schnell
und einfach zubereiten
können. Insbesondere achten wir darauf, dass alle
Zutaten im Supermarkt um die Ecke,
oder auf Obst-
und Gemüsemärkten zu erhalten sind. Unser Küchenchef
gibt Tipps und kleine Kniffe,
damit einem Gelingen
nichts im Wege steht. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim
Nachkochen
!
Ihr Klosterkeller-Team
Neue Rezepte zum nachkochen von unserem
Küchenchef.
Weißkrautsalat mit Kümmel
Der
Weißkohl ist ein klassisches Gemüse des Herbstes und der Winterzeit.
Er zeichnet sich durch seine hohe
Lagerfähigkeit, sowie durch seinen
überdurchschnittlichen Anteil an Vitamin C
aus, etwa 40 mg / 100g.
Viele Jahrhunderte war Weißkohl, in Form von
Sauerkraut, ein begehrter Schiffsproviant.
Denn ein Mangel an Vitamin C, führte bei
Seefahrern oft zu Skorbut ( Zahnausfall ),
eine Typische Matrosenkrankheit.
Zutaten: 1 Kg Weißkohl
100 ml Sonnenblumenöl 30-50 ml Tafelessig oder Zitronensaft 1
gehäufter Esslöffel ganze Kümmelkörner Weißer Pfeffer gemahlen,
Salz und Zucker nach Geschmack
Den Weißkohl in feine Streifen
schneiden ( 3 mm dick, 3 cm lang ).
Alles in eine Schüssel geben, mit etwas Salz
und Essig oder Zitronensaft vermengen und die
gesamte Masse etwa 5 Minuten kräftig kneten.
Durch das Kneten wird eine bessere
Verdauung im menschlichen Körper erreicht.
Nach dem Kneten etwa 15 Minuten ruhen lassen.
Danach geben Sie Öl und
die Kümmelkörner hinzu und schmecken Sie die
Speise nach Ihren Wünschen
mit Salz, Pfeffer, Zucker und Essig noch einmal ab.
Verfeinern können Sie diesen
Rohkostsalat auch mit Zwiebeln, Oliven, Möhrenstreifen,
Jogurt, grünen Peperoni
oder frisch gehackter Petersilie.
Süßes zur Winterzeit aus Großmutters Küche
Bratapfel
Der gefüllte Bratapfel ist
eine schnell hergestellte Süßspeise in den Wintermonaten.
Gemeinsam mit etwas warmer Vanillesoße
serviert, stellt er einen gelungenen Abschluss für so
manches Menü der kalten Jahreszeit dar.
4 Äpfel ( wir empfehlen die Sorte Golden
Delicious, dieser Apfel ist süßlich ) ca. 150 g Marzipan 1
Esslöffel Preiselbeeren Gelee grob gehackte Wallnüsse etwas
Honig 50 g in Rum eingeweichte Rosinen eine Prise gemahlener
Zimt
Ofen: Ober-/Unterhitze, etwa 160 Grad,
vorgeheizt
Entfernen Sie mit einem Ausstecher das
Kerngehäuse des Apfels.
Schneiden Sie mit einem Messer einen kleinen
Deckel von der Oberseite des Apfels ab
und legen diesen beiseite.
Höhlen Sie mit einem Löffel das Innere des
Apfels aus, beachten Sie dabei, das an der Unterseite
und den Wänden des Apfels immer noch 5 mm
Fruchtfleisch stehen bleiben müssen.
Vermengen Sie in einer Schüssel Marzipan,
Rosinen, Preiselbeergelee, Wallnüsse, Honig und
Zimt miteinander. Füllen
Sie mit einem Löffel die Fertige Masse in die ausgehöhlten Apfel bis
zur Oberkante. Legen
Sie den Deckel auf den gefüllten Apfel.
Schieben Sie die Äpfel mit einer hitzefesten
Form in das Drittel des vorgeheizten Backofens.
Garen Sie die Äpfel, je
nach Sorte etwa 20-25 Minuten.
Serviert mit etwas
lauwarmer Vanillesoße und mit Puderzucke ein echter Hochgenuss.
Schinkenpfannkuchen mit Spargel
Zutaten für die Sauce:
30 g Butter
25 g Weizenmehl ( Type 405 )
0,5 L Spargelsud
100 ml Sahne
1 Eigelb, Salz, frisch gemahlener Pfeffer,
geriebene Muskatnuss
Für die Pfannkuchen:
80 g Weizenmehl ( Typ 405 )
2 Eier, 150 ml Milch,
Salz,
frisch gemahlener Pfeffer
40 g Butter,
120 g Kochschinken
Zusätzlich:
1 Kg weißer Spargel, Salz, etwas Zitronensaft
Kartoffelpüree mit Rote Beete
Zutaten für 4 Personen
400
g Kartoffeln ( mehlig kochend )
200 g gekochte Rote Beete
75 g Butter,
Salz,
geriebene Muskatnuss
Kartoffeln schälen, in
Stücke schneiden und in
Salzwasser weich kochen. Rote Beete klein würfeln
und in
einem Mixer klein pürieren. Gekochte
Kartoffeln abgießen, noch heiß durch eine Presse
drücken,
Rote-Beete-Püree und Butter unterrühren.
Püree mit Salz und Muskatnuss abschmecken und
servieren.
Tipp vom Küchenchef:
Rote Beete erhalten Sie fast ganzjährig auch im
Vakuum-Beutel, als bereits gekochtes
Produkt im
Supermarkt. Auf Kinder hat die tiefrote Farbe des
Pürees eine magische Wirkung und ist
auf Kinder-
Geburtstagen immer ein Hit.
Lauwarme Pfifferlinge in Kürbiskernöl
Zutaten: 400 g Pfifferlinge, 80 g Schalotten,
1
Knoblauchzehe, 20 g Butter oder Magarine, 30 g Kürbiskerne, 1 Bund Lauchzwiebeln, 1
Eigelb, 2 EL Essig ( Weißweinessig oder Sherryessig ) 2 EL ÖL, Traubenkernöl
oder zur Not auch
Sonnenblumenöl, 2 EL Kürbiskernöl
Pfifferlinge kurz wässern und danach putzen.
Schalotten in feine Ringe schneiden,
Knoblauch fein würfeln, beides in Butter oder Magarine glasig
anschwitzen. Die Pfifferlinge dazugeben, mit Salz und
Pfeffer würzen und 8 - 10 min. bei milder Hitze im geschlossenen Topf dünsten.
Die
Kürbiskerne ohne Fett und bei leichter Hitze in einer Pfanne rösten.Pfifferlinge in einem Küchensieb
abtropfen
lassen und die Flüssigkeit auffangen. Pilze auf einem Teller oder einer Platte
anrichten. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden
und mit den Kürbiskernen über die Pilze streuen.
40ml des leicht abgekühlten Pilzfonds
abmessen und mit Eigelb, Essig, Salz, Pfeffer und dem Kürbiskernöl
verrühren. Den Fond über die Pfifferlinge gießen.
Genießen Sie diese Spezialitäten als kleine
Vorspeise, z.B. mit frischem Brot und Kräuterbutter oder auch als Beilage zu einem
herzhaften Steak.
Kürbis-Puffer
Zutaten
für 4
Personen
250
g Hokkaido-Kürbis
100 g Maiskörner ( Dose ),
2-3 EL Mehl
2 Eigelb,100 g Cornflakes
Salz,
Cayennepfeffer geriebene Muskatnuss etwas
Sonnenblumenöl zum braten
Kürbis waschen, samt Schale grob raspeln.
Mais in einem Sieb abtropfen lassen.
Kürbisraspeln
mit Mehl, Eigelb, Mais und Cornflakes verkneten.
Masse mit Salz, Cayennepfeffer und
Muskatnuss
würzen. ln einer beschichteten Pfanne erhitzen.
Aus der
Kürbis-Mais-Masse kleine Plätzchen formen,
diese auf beiden Seiten goldbraun backen.
Auf
Küchenpapier abtropfen lassen und noch warm
servieren. Tipp vom Küchenchef: Servieren Sie die Puffer
mit Feldsalat,
dieser hat eine mäßige Geschmacksnote und viele
Vitamine. Wenn Sie ganze Kürbisse
kaufen möchten,
besuchen Sie in den Herbstmonaten das Dörfchen
Philippstahl,
im Süden von Potsdam. Die ansässigen
Bauern bieten im Straßenverkauf eine große Auswahl
von allem,
was das Feld hergibt. Der Hokkaido-Kürbis
hat eine besonders dünne Schale und braucht daher
nicht geschält
zu werden. Bei allen anderen Sorten, wie z.B. Muskat-Kürbis, empfiehlt es sich, die
Schale zu entfernen.
Alte Rezepte der preußischen Küche
Biersuppe mit Brot
Halb Schwarz- halb Weißbrot wir mit wenig
Wasser ganz weich gekocht,
durch ein Sieb
gerührt,
Korinthen, Zitronenscheiben, Bier und Zucker nach
Geschmack
hineingeben und wenn die Korinthen weich
sind, mit 2 4 Eidotter abgerührt. ( Zimmet nach
Geschmack)
Auf jede Person rechne man l Bier,
ebenso viel Wasser, lasse es kochen und gebe
eine
Messerspitze Salz hinzu, je nach Portion der Suppe
oder 1 Esslöffel Mehl mit Wasser verrührt,
rühre die
Suppe, welche weder zu dünn noch zu dicklich sein
darf.
"
Bombe de Sardanapal "
Man nimmt ziemlich viel große Blätter von
weißem Kohl und kocht Sie 10 Minuten ab,
legt
alsdann ein sauberes Tellertuch in den Durchschlag
und die Blätter,
aus denen man die dicken Rippen
geschnitten, ziemlich dick und rund herum hinein,
hierüber die Farce,
dann wieder die
Kohlblätter und
so fortfahren, bis die Form eines Kohlkopfes
entstanden ist.
Dann wird das Tuch mit einem
Bindfaden zugebunden und der Kohl in Fleischbrühe
in Ermangelung
in schwach gesalzenem Wasser-, womit
er eben bedeckt sein muss, recht fest zugedeckt
und
völlig weich gekocht. Gewürzt wird mit Ingwer,
Muskatblüten, Safran,
einige Zitronenschalen für den
besseren Geschmack und weißen Pfeffer. Beim Anrichten nimmt
man ihn sorgfältig aus
dem Tuche, legt ihn in die Schüssel, gibt von
folgender Brühe etwas darüber
und reicht die
bringe
dazu. Hierzu schwitzt man reichlich Butter mit Mehl
gelb, rührt von der kräftigen
Kohlbrühe so viel als
nötig dazu, würzt sie mit Zitronenscheiben und rührt
sie mit Eidotter ab.
Dieses Gericht muss volle 2
Stunden kochen und wird ohne Beilagen gegeben.
Farce: - 250g von Wild- oder Schweinefleisch und 65
g Speck, Schalotten, Dragon und Kapern,
werden recht
fein gehackt, Salz, Zitronenschale, etwas
Muskatblüte, reichlich Knoblauch und Safran,
ein
Stückchen geschmolzene, gelbbraun gewordene Butter,
65 g in kalten Wasser eingeweichtes
und
ausgedrucktes Weißbrot und 2 Eier, das Weiße zu
Schaum geschlagen, hinzugeben.
Dies wird gut
untereinander gerührt und als Farce benutzt.
Heinz Pinzker 1950 -1954
Küchenmeister des Klosterkellers
Heinz Pinzker schrieb in seinen letzten Jahren
das Standartwerk " Die Rote Beete ".
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